Kloster Heisterbach

3D-Rekonstruktion und Film

Sechs Jahrhunderte prägte klösterliches Leben das Tal nördlich des Petersberges im Siebengebirge bei Bonn. 1803 setzte die Säkularisierung dem ein Ende. Kloster Heisterbach wurde aufgehoben und weitestgehend abgerissen. Heute noch sichtbarer Zeuge ist der ruinöse Chor der ehemaligen Abteikirche. Die Zisterzienser haben mit der Klostergründung, der Bewirtschaftung und Kultivierung der umgebenden Landschaft deren Entwicklung in diesem langen Zeitraum maßgeblich geprägt.

Heute zählt das Klosterareal und seine umgebende Landschaft aus meiner Sicht zur wunderbarsten Kulturlandschaft, die ich kenne. Sie wurde bewusst als sakraler Kontrapunkt zum profanen touristischen Anlaufpunkt Drachenfels geschaffen. Um so mehr hatte es uns gefreut, 2009 den Auftrag zur historischen Aufarbeitung, Visualisierung und filmischen Umsetzung der Genese des Kloster Heisterbach zu erhalten.

Eindrücke einer Kulturlandschaft, die ihresgleichen sucht.

Die berühmte Chorruine der Abtei.
Die Zehntscheune, im Vordergrund sind Plattenwege zu erkennen.
Torhaus aus dem Barock
Die Plattenwege zeigen den Verlauf der ehemaligen Klostergebäude an.
Einer der Fischteiche
Der wieder angelegte Fischteich vor dem Klosterareal.
Der Friedhof der Cellitinnen.
Das Klosterareal aus der Vogelperspektive
Die berühmte Klosterpforte.
Auf Steintafeln werden unsere Visualisierungen genutzt, um dem Besucher einen Eindruck zu geben, wie es damals hier aussah.
Wanderer auf dem Klostergelände
Ehemaliger Steinbruch auf dem Stenzelberg, von der Vegetation zurückerobert
Das Heisterbacher Tal, eine wunderschöne Landschaft.
Das ehemalige Bundesgästehaus - heute Hotel - auf dem Petersberg. Die erste Ansiedlungsstätte der Mönche.

Der Film. Viel Spaß beim Schauen!

Das Kloster und seine Gebäude

In einem Kloster (lat. claustrum = verschlossener / abgeschlossener Ort) lebt eine Gemeinschaft von Menschen zusammen, die ihr Leben auf die Verwirklichung religiöser Ideale ausrichtet.

Das gemeinsame mönchische (monastische) Leben wird nach Ordensregeln geführt. Für den Zisterzienserorden gilt die Regel des heiligen Benedikt von Nursia aus dem 6. Jh. Aus dem lateinischen „conventus“ ( = Zusammenkunft) wird die Ordensgemeinschaft in einem Kloster „Konvent“ genannt.

Auch äußerlich durch eine Klostermauer abgetrennt, zählen zu einem Zisterzienserkloster:

die Klosterkirche als räumliches und spirituelles Zentrum, die Klausur mit Speisesaal, Schlafräume, Bibliothek, Versammlungssaal, Toiletten (Necessarium) sowie Wirtschafts- und Nebengebäude.

Die Zisterzienserklöster breiteten sich durch Filiation (Vererbung) aus. Vom Ursprungskloster Cîteaux aus wurden die vier ersten Tochterklöster gegründet: Clairvaux, Pontigny, La Ferté und Morimond. Von diesen „Primarabteien“ gingen alle weiteren Filiationen aus.

Im 12. Jh. gründete der Orden 350 Männerklöster in ganz Europa. Zu dieser Zeit gab es auch bereits ähnlich viele zisterziensische Frauenklöster.

„Cistercium“, der lateinische Ortsname für Cîteaux, gibt den Zisterziensern ihren Namen. Zisterziensische Klöster werden auf Deutsch auch „Zisterze“ genannt.

Man kann im zisterziensischen Claustrum die Person, d. h. den Menschen, den verschiedenen Funktionen und Räumlichkeiten im Kloster zuordnen:

Im Osten die geistigen Funktionen, der Kopf: Kapitelsaal und Parlatorium, Mönchssaal und Scriptorium, Noviziat. Darüber Dormitorium und Zugang zur Kirche.

Der mittlere Bereich bildet den Rumpf: Refektorium, Wärmestube, Küche und Lavabo.

Im Westen schließlich die „Füße“: die Konversen, Cellarium – Vorratsraum, Ein- und Ausgang des Kloster.

Der ganze Körper des Klosters ist angelehnt an die Kirche, Symbol für Christus.

Die heute noch stehende Klostermauer in Heisterbach.
Der Idealplan eines Zisterzienserklosters mit den wichtigsten Elementen eines Klosters, die sich im wesentlichen auch im Kloster Heisterbach gefunden haben.

Die Kirche im Kloster Heisterbach

Von 1202-1237 erbauten die Zisterzienser die steinerne Klosterkirche in einem Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik. In dem Bau sind zisterziensische, aber auch niederrheinische Bauelemente vereint.

Mit einer beeindruckenden Länge von 88 Metern war sie nach dem damaligen romanischen Kölner Dom die größte Kirche im Rheinland.

Die Heisterbacher Kirche war eine Kreuzbasilika. Der Grundriss zeigt eine Längs- und eine Querachse, die zusammen ein Kreuz bilden.

Der Hauptaltar auf der Längsachse mittelalterlicher Kirchen, wie auch vieler heutiger Kirchen, ist nach Osten ausgerichtet ("geostet"). Im Osten liegt Jerusalem, der Ort der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi, aus dem Osten kommt das Licht des Sonnenaufgangs als Symbol der Auferstehung.

Allgemein unterteilen sich die Hauptelemente von West nach Ost in Langhaus, mit Seitenschiffen und Querhaus. Die Schnittfläche von Lang- und großem Querhaus bezeichnet man als Vierung. Östlich der Vierung folgt der Chor mit (Haupt-) Altar, am östlichen Ende schließlich die halbrunde Apsis.

In der Heisterbacher Abteikirche und anderen Zisterzienserkirchen des Mittelalters waren Mönche und Laienbrüder durch eine „Chorschranke“ in Form eines steinernen „Lettners“ voneinander getrennt. Der Lettner befand sich im kleineren Langhausquerschiff.

Im Unterschied zur rein architektonischen Einteilung des Grundrisses und der Benennung seiner Bereiche müssen im Hinblick auf die Nutzung der Kirche durch die Mönche zwei Chorbereiche benannt werden:

Westlich des Lettners befand sich der Chor der Laienbrüder, mit Kreuzaltar vor dem Lettner. Östlich des Lettners war der Herrenchor, mit Haupt- oder Hochaltar östlich in der Vierung.

Der Lettner (vom lat.: lectorium = „Lesepult“)diente auch als Empore. Von ihm aus wurden biblische Texte verlesen, er bot aber auch Platz für Sänger.

Architektonische Hauptelemente im Kirchengrundriss
Kirchengrundriss: Die Chorschranke bzw. der Lettner ist als blauer Balken eingezeichnet.
Der vordere Teil der Klosterkirche war für die Laienbrüder. Hinten der Lettner. Er trennte die Laienbrüder von den Mönchen. - Computerrekonstruktion
Blick nach oben in den erhaltenen Chorbereich

Die Klausur

Die Klausur ist der innerste Klosterbereich, der nur dem Konvent vorbehalten ist, der Ordensgemeinschaft in einem Kloster. Die Klausurgebäude gruppieren sich um den Kreuzgang. Wegen der strikten Trennung von Chormönchen und Laienbrüdern gab es auch innerhalb der Klausurgebäude separate Bereiche für die beiden Personengruppen.

Im Westen befanden sich Lagerräume mit dem Schlafsaal der Laienbrüder im Obergeschoss. Im Südflügel lagen Küche und Speisesaal. Der Ostflügel beherbergte neben dem Kapitelsaal und der Sakristei auch der Schlafsaal der Mönche.

Vor der archäologischen Ausgrabung 2009 konnte man nur aufgrund anderer Quellen, z. B. idealtypischen Plänen von Zisterzienserklöstern, vermuten, wie die Heisterbacher Klausurgebäude ausgesehen haben. Die Grabung 2009 unter der Leitung von C. Keller brachte viele neue Erkenntnisse zutage.

Kreuzgang des Klosters Himmerod. So etwa wird es auch in Heisterbach ausgesehen haben.
Die zentralen Klostergebäude im Mittelalter: Kirche (blau) und Klausurgebäude (rot)
Die zentralen Klostergebäude im Barock: Kirche (blau) und Klausurgebäude (rot)

Die Wirtschaftsgebäude

Über Kirche und Klausur hinaus gab es zu jeder Zeit Wirtschaftsgebäude auf dem Klostergelände, außerdem ein Pfortenhaus. Heute noch erhalten sind die Zehntscheune und die Gebäude des Küchenhofes. Sie stammen aus der Zeit des Barock, einer Blütezeit der Abtei. Nach tiefen Krisen im 16./17. Jh. und dem 30-jährigen Krieg erholte sich das wirtschaftliche Leben in der Umgebung wieder. Anfang des 18. Jh. führte eine klosterinterne Reform zu einem Erstarken des Klosters und führte unter anderem zu verschiedenen (Um-)Baumaßnahmen.

Im Mittelalter waren viele Höfe und Ländereien gegenüber ihrem Grundbesitzer „zehntpflichtig“. Als Steuer musste ein Teil der Ernte an den Grundbesitzer abgetreten werden, oftmals der namensgebende zehnte Teil. Obwohl die Zisterzienser die Zehntpflicht ursprünglich ablehnten, passten sie sich notgedrungen an die bestehenden Strukturen an. Einerseits waren sie für Güter zehntpflichtig, andererseits wurden auch sie selbst zu Zehntherren.

In der Zehntscheune wurden die an das Kloster entrichteten Zehntabgaben gelagert. Der heute sichtbare Bau stammt aus den 1720er Jahren, er enthält jedoch auch Teile aus dem 13. Jh.

Der Küchenhof war ein bewirtschafteter Hof innerhalb der Klostermauern, zur Versorgung des Konvents. In späteren Jahrhunderten wurden die Gebäude anders genutzt. Heute befindet sich das Klosterstübchen im Küchenhof.

Der Begriff „Brau-, Mühl- und Backhaus“ für das erhaltene Gebäude von 1711 erklärt dessen Funktion. An seiner Ostseite war ein Mühlrad, der Mühlteich lag südlich. Für Backwaren wurde Getreide gemahlen; für das Bierbrauen wurde Malz ( = vermälztes, d. h. gekeimtes und getrocknetes Getreide) geschrotet, also zerkleinert.

Bier bzw. Dünnbier wurde im Mittelalter als Alternative zu unsauberen Trinkwasser getrunken. So wurde auch im Kloster gebraut. Die Benediktsregel tolerierte das Trinken von Wein oder Bier, jedoch galt es, Maß zu halten.

Panoramafoto der ehemaligen Wirtschaftsgebäude auf dem Klostergelände, September 2009.
Das ehemalige Klostergelände um 1890. Teilweise sind die Wirtschafts- und Nebengebäude noch heute in diesem Zustand erhalten, wie z. B. das Tor- oder Pfortenhaus von 1750.

Caesarius von Heisterbach

Caesarius von Heisterbach (um 1180-1240) trat 1199, nach einer Begegnung mit dem Heisterbacher Abt Gerhard, in das Kloster im Siebengebirge ein. Seine Ausbildung hatte er in St. Andreas in Köln und an der dortigen Domschule erhalten.

In Heisterbach wird er Novizenmeister und um 1227 Prior, Vertreter des Abtes im Kloster. Mit dem Abt hat er die Niederlande und verschiedene andere Gebiete an Mosel und Rhein bereist; 1233 war er in Marburg, um Elisabeth-Wunder aufzuzeichnen.

Sein umfangreiches schriftliches Werk - 36 Werke listet er selbst auf - besteht zu einem großen Teil aus Predigten und Erzählungen zur Unterweisung der jungen Mönche (Novizen) und zur Belehrung im Orden. Am bekanntesten ist sein „Dialogus miraculorum“ (Dialog über Wunder), eine Zusammenfassung von Predigten und Erlebnissen seiner Zeitgenossen. Unter anderem berichtet Caesarius dort auch über die Gründung des Klosters Heisterbach, die auf den Erzbischof Philipp von Köln zurückgeht. Dieses Werk lässt sich durchaus als ein "Bestseller des Mittelalters" bezeichnen, was die zahlreichen Handschriften belegen. Aus diesen Wundergeschichten wurde in vielen Klöstern Europas die Tischlesung gestaltet. Caesarius ist ein besonderer Vertreter der narrativen (erzählenden) Theologie, die erst heute wieder an Bedeutung gewinnt.

1991 wurde ihm in Oberdollendorf an einem zentralen, mitten im Leben befindlichen Platz eine Bronzefigur von Ernemann Sander gewidmet. Auf der Seite des Pultes sind Szenen aus den beiden wichtigen Biographien zu finden, die Caesarius über das Leben der heiligen Elisabeth von Thüringen und des heiligen Erzbischof Engelbert von Köln verfasst hat. Im Orden wird Caesarius als Seliger verehrt, sein Fest am 25. September gefeiert.

Caesarius von Heisterbach - Denkmal in Oberdollendorf
Caesarius von Heisterbach unterweist einen Novizen, Abb. aus dem "Dialogus miraculorum", Handschrift Anfang des 14. Jh.

Das Werk ist 2009 in fünf Bänden in einer lateinisch-deutschen Fassung in der Reihe "Fontes christiani" erschienen.

Aqua viva - lebendiges Wasser

„Aqua viva“ (lat. = lebendiges Wasser) ist ein entscheidender Begriff in der Heilsgeschichte. Es ist ein zentrales Element menschlichen Lebens: in ihm finden Glauben und Leben zur Einheit. Mit dem Bewusstsein dieser Einheit prüften die Zisterzienser die Orte für ihre Klostergründungen genau auf ausreichend fließendes und gesundes Wasser.

Mit ihren meisterhaften technischen Kenntnissen gebrauchten sie das Wasser, nicht allein für die eigenen Bedürfnisse, sondern auch für die Fischzucht, gemäß ihrer strengen Lebensweise, und für die handwerkliche Technik, der sie sehr aufgeschlossen waren.

Zugleich bedachten die Mönche die biblischen Bilder vom lebendigen Wasser. Dort wie in ihrem religiösen Tun fanden sie tiefe Sinngehalte. Gott selbst wird als der „Quell des lebendigen Wassers“ (Jer 17,13) bezeichnet. Jesus Christus spricht: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ (Joh 7,38). Das Sakrament der Taufe wurde ursprünglich in fließendem Wasser durch Untertauchen gespendet, als spannungsbezogenes Bild von Tod und Auferstehung. Dem heiligen Bernhard von Clairvaux († 1153) galt die Fußwaschung so gut wie ein Sakrament, auch hier der Bezug zum Wasser mit seiner reinigenden Kraft.

Zum Wesen des Mönchseins gehört es, diese tiefe Einheit von Wirklichkeit und Bedeutung, von Erfahrung und Bild, letztlich die Durchdringung von Leben und Glauben existenziell zu erfahren und zu vollziehen.

So wird verständlich, wie hoch entwickelt die Wassertechnik der Zisterzienser war, und zu welch tiefem Gespür die Mönche in ihrer religiösen Erfahrung zum „Aqua viva“ fanden.

Der Kreuzgangbrunnen

Der erhaltene obere Teil des Heisterbacher Kreuzgangbrunnens, heute in der Zehntscheune ausgestellt. Zur Veranschaulichung kann er das Wasser wieder fließen lassen. Der Brunnen stand im Brunnenhaus oder „lavatorium“ (lat. lavare = waschen), das sich auf der südlichen Seite des Kreuzganges zu seinem Innenhof befand.

Unter anderem wuschen sich die Mönche hier die Hände, bevor sie das ebenfalls an der südlichen Seite gelegene Refektorium, den Speisesaal, betraten. Gleichzeitig lieferte der Brunnen Trinkwasser und das Wasser für die Küche, sofern es für sie keine eigene Wasserversorgung gab.

Die Kanten in der Brunnenschale sind so angelegt, dass sich keine Verunreinigungen ablagern können.

Der erhaltene obere Teils des Heisterbacher Kreuzgangbrunnens, heute in der Zehntscheune ausgestellt. Zur Veranschaulichung kann er das Wasser wieder fließen lassen. Der Brunnen stand im Brunnenhaus oder „lavatorium“ (lat. lavare = waschen), das sich auf der südlichen Seite des Kreuzganges zu seinem Innenhof befand.

Unter anderem wuschen sich die Mönche hier die Hände, bevor sie das ebenfalls an der südlichen Seite gelegene Refektorium, den Speisesaal, betraten. Gleichzeitig lieferte der Brunnen Trinkwasser und das Wasser für die Küche, sofern es für sie keine eigene Wasserversorgung gab.

Die Kanten in der Brunnenschale sind so angelegt, dass sich keine Verunreinigungen ablagern können.

Zum Projekt

Das Forschungsprojekt "3D-Visualisierung Klosterlandschaft Heisterbach" stellte das kulturelle Erbe des ehemaligen Zisterzienserklosters mit der umgebenden Landschaft in den Mittelpunkt. Es war Teil des Regionale 2010-Projekts ":gesamtperspektive Klosterlandschaft Heisterbach" des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Königswinter. In Form einer Kooperation des Arbeitskreises Klosterlandschaft Heisterbach, der Hochschule Anhalt (FH) und unserem Büro wurden Ziele festgesteckt. Teil dieses Projektes war die Aufarbeitung und Präsentation der Geschichte des Klosters, mit deren Durchführung wir beauftragt wurden.

Eine intensive 1,5-jährige Auseinandersetzung mit der Geschichte im Vorfeld, der Begleitung der archäologischen Grabung und zahlreiche Diskussionen mit Fachleuten führten zur Rekonstruktion des Klosters und umgebendender Landschaft in mehreren Zeitebenen im Computer. Die daraus entwickelten Animationen wurden in den Film eingearbeitet. Er vermittelt auf populärwissenschaftliche Art die Genese des Klosters und seiner Mönche, das Kloster als Wirtschaftsbetrieb, den Weinbau, Ackerbau, die Steinbrüche und vieles mehr. Dabei erzählt Abt Bruno vom Kloster Himmerod etwas von den Anfängen des Zisterzienserordens, der Archäologe Dr. Keller wird bei seinen Grabungen begleitet, Pfarrer Kalckert, der sich intensiv mit dem Orden beschäftigt hat, erzählt etwas zu den Anfängen auf dem Petersberg.

Die Präsentation des Filmes fand zunächst im Rahmen der archäologischen Landesausstellung im Römisch-Germanischen Museum Köln ab dem 25. März 2010 statt. Auch als DVD wurde der Film aufgelegt und verkauft.

Rekonstruktion der Klosterkirche auf Basis der Pläne von Sulpiz Boisserée
und der Pläne aus den archäologischen Grabungen.
Präsentation unseres Films am 1. Projekttag 2009 ...
in der sogenannten Naexus, einem Panoramakino.

In Ihrer Bachelorarbeit ...

rekonstruierte Clarissa Wassenberg in unserem Büro unter Leitung von Frau Heitmann und Dr. Keller die Innensituation der Abteikirche. Als Highlight in der Sonderausstellung "Was war, was ist, was bleibt - die Zisterzienser in Heisterbach" ab Mai 2017 im Siebengebirgsmuseum in Königswinter wurde diese Rekonstruktion in Form eines 360-Grad Panoramas der Öffentlichkeit vorgestellt.

IHK-Schulpreis 2010

In Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe der Gestaltungstechnischen Assistenten des Berufskollegs Moers entstand ein virtuelles dreidimensionales Google-Earth-Modell der Klosterkirche Heisterbach. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler, während einer Reise zur Chorruine, einen tiefen Einblick in die Grabungs- und Forschungsarbeit.

Das Schüler-Projekt erreichte den ersten Platz im Wettbewerb "Schulpreis 2010" der Niederrheinischen IHK Duisburg Wesel Kleve!

Die IHK schreibt: "Der IHK-Schulpreis 2010 wird vergeben für innovative und zukunftsweisende Projekte und Methoden, die in schülergerechter Weise wirtschaftliches Wissen und die Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge vermitteln. Die Beiträge sollen den Zugang von Schülerinnen und Schülern zur Berufswelt fördern und zudem die Anforderungen eines von Globalität bestimmten Strukturwandels in Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen." (www.ihk-niederrhein.de, 02.11.2010)

Die IHK-Jury hob besonders den innovativen Charakter des Projekts hervor. Es leistet einen Beitrag, der Öffentlichkeit geschichtliche Themen mit Hilfe digitaler Medien verfügbar und erlebbar zu machen.

Informationen zum Projekt

Im Rahmen der Regionale 2010, vertreten durch den Rhein-Sieg-Kreis als Projektträger, der Stadt Königswinter und dem Arbeitskreis Klosterlandschaft Heisterbach wurde die visuelle Rekonstruktion der Klosterlandschaft in verschiedenen Zeitepochen angestoßen. Umgesetzt wurde die Visualisierung von Dießenbacher Informationsmedien.

Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns bei

Georg Kalckert - Stiftung Abtei Heisterbach
Christoph Keller - LVR - Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Maria Wolters - Stiftung der Cellitinnen
Klaus Kleefeld - Büro für historische Stadt- und Landschaftsforschung, Köln
Lothar Vreden - Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven - Brückenhofmuseum
Heinz Runne und Team - Hochschule Anhalt
Markus Hoitz - Stiftung Abtei Heisterbach
Abt Bruno OCist - Abtei Himmerod
Elisabeth Heckmann - Abtei Himmerod
Elmar Scheuren - Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Walter Wiehlpütz - Rhein-Sieg-Kreis
Thomas Otten - Ministerium für Bauen und Verkehr NRW

Produktion

Dießenbacher Informationsmedien,
Dr. Frank Dießenbacher,
Mark Tewissen, Wesel,
Prof. Dr. Claus Dießenbacher, Hochschule Anhalt
Gefördert mit Mitteln des:
Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Auftraggeber

Rhein-Sieg-Kreis
Die Umsetzung erfolgte im Rahmen der Regionale 2010, Projekt "Klosterlandschaft Heisterbach"

Quellen

Weblinks

Literatur zum Kloster Heisterbach

Die folgende Auswahl bildet nur einen kleinen Ausschnitt der zu den verschiedenen Themen zur Verfügung stehenden Literatur.

... und zur Landschaftsentwicklung um das Kloster