Um den weitgehend unbekannten Grundriss der Klosteranlage festzustellen, führte das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland 2009 unter der Leitung von Dr. Christoph Keller eine umfangreiche Ausgrabung durch. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem ehemaligen Südflügel der Klausur mit dem Refektorium (Speisesaal) der Mönche, dem Kreuzgang und dem Brunnenhaus sowie dem Westflügel als Wohnort der Konversen (Laienbrüder). Dieser Grabungsbereich wurde zusätzlich nach Westen hin ausgedehnt, wo durch archäologische Beobachtungen aus den 1960er Jahren die Existenz eines barocken Erweiterungsbaus vermutet wurde.
Anhand der so gewonnenen Erkenntnisse konnte der Grundriss der Klausur rekonstruiert werden. Heute ist er im Park durch Steinplatten verdeutlicht. An zwei Stellen war es möglich, originales Mauerwerk dauerhaft zu konservieren und für die Besucher sichtbar zu machen.
Wir konnten die Grabung 2009 filmisch begleiten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse waren für unsere 3D-Rekonstruktion von entscheidender Bedeutung. Sie sind im Film dokumentiert.
Vielen Dank Herr Keller für ihre fachliche Unterstützung, vor und hinter der Kamera!